1889 (27 Briefe)

1232. An Jean Bourdeau in Paris

<Turin, verm. 1. Januar 1889>

Verehrter Herr,

ich schicke Ihnen hiermit den Schluß meiner Proclamation: wir wollen im letzten Satz des ersten Theils das Wort „exekutiren“ vermeiden und dafür etwa sagen: niet- und nagelfest machen. —

Ich halte es aufrichtig für möglich, die ganze absurde Lage Europa’s durch eine Art von welthistorischem Gelächter in Ordnung zu bringen, ohne daß auch nur ein Tropfen Bluts zu fließen brauchte. Anders ausgedrückt: das Journal des Débats genügt..

N.

Meinen ergebensten Glückwunsch zu heute!

1233. An Constantin Georg Naumann in Leipzig (Postkarte)

<Turin, 1. Januar 1889>

Geehrter Herr,

ich muß mir das Gedicht noch einmal ausbitten, das den Schluß vom Ecce homo macht: es heißt Ruhm und Ewigkeit, — ich habe es noch zuallerletzt geschickt.

N.

Der Gedanke einer Publikation Fuchs—Köselitz ist aufgegeben.

1234. An Catulle Mendès in Paris (Entwurf)

<Turin, am 1. Januar 1889.>

Acht Inedita und inaudita, dem Dichter der Isoline meinem Freund und Satyr mit hoher Auszeichnung überreicht: mag er mein Geschenk der Menschheit überreichen

Nietzsche Dionysos

1235. An Catulle Mendès in Paris (Widmung)

<Turin, 1. Januar 1889>

Indem ich der Menschheit eine unbegrenzte Wohlthat erweisen will, gebe ich ihr meine Dithyramben.

Ich lege sie in die Hände des Dichters der Isoline, des größten und ersten Satyr, der heute lebt — und nicht nur heute…

Dionysos

1236. An Constantin Georg Naumann in Leipzig (Telegramm)

<Turin, 2. Januar 1889>

C. G. Naumann Leipzig

Manuscript der zwei Schlußgedichte

1237. An Constantin Georg Naumann in Leipzig

<Turin, 2. Januar 1889>

Die Ereignisse haben die kleine Schrift Nietzsche contra W. vollständig überholt: senden Sie mir umgehend das Gedicht, das den Schluß macht, ebenso wie das letztgesandte Gedicht „Ruhm und Ewigkeit“. Vorwärts mit Ecce!

Telegraphiren Sie Herrn Gast!

Adresse nach wie vor

Turin

1238. An August Strindberg in Holte

<Turin, Anfang Januar 1889>

Herrn Strindberg

Eheu?… Nicht mehr Divorçons?…

Der Gekreuzigte

1239. An Meta von Salis in Marschlins

<Turin, 3. Januar 1889>

Fräulein von Salis.

Die Welt ist verklärt, denn Gott ist auf der Erde. Sehen Sie nicht, wie alle Himmel sich freuen? Ich habe eben Besitz ergriffen von meinem Reich, werfe den Papst ins Gefängniß und lasse Wilhelm, Bismarck und Stöcker erschießen.

Der Gekreuzigte.

1240. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

Man erzählt mir, daß ein gewisser göttlicher Hanswurst dieser Tage mit den Dionysos-Dithyramben fertig geworden ist…

1241. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

An die Prinzeß Ariadne, meine Geliebte.

Es ist ein Vorurtheil, daß ich ein Mensch bin. Aber ich habe schon oft unter den Menschen gelebt und kenne Alles, was Menschen erleben können, vom Niedrigsten bis zum Höchsten. Ich bin unter Indern Buddha, in Griechenland Dionysos gewesen, — Alexander und Caesar sind meine Inkarnationen, insgleichen der Dichter des Shakespeare Lord Bakon. Zuletzt war ich noch Voltaire und Napoleon, vielleicht auch Richard Wagner … Dies Mal aber komme ich als der siegreiche Dionysos, der die Erde zu einem Festtag machen wird… Nicht daß ich viel Zeit hätte… Die Himmel freuen sich, daß ich da bin… Ich habe auch am Kreuze gehangen…

1242. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

Dies breve an die Menschheit sollst du herausgeben, von Bayreuth aus, mit der Aufschrift:

Die frohe Botschaft.

1242a. An Cosima Wagner in Bayreuth

Turin, vermutlich 3. Januar 1889

Ariadne, ich liebe Dich! Dionysos

1243. An Georg Brandes in Kopenhagen

<Turin, 4. Januar 1889>

Meinem Freunde Georg.

Nachdem Du mich entdeckt hast, war es kein Kunststück mich zu finden: die Schwierigkeit ist jetzt die, mich zu verlieren…

Der Gekreuzigte.

1244. An Hans von Bülow in Hamburg

<Turin, 4. Januar 1889>

Herrn Hanns von Bülow..

In Anbetracht, dass Sie angefangen haben und der erste Hanseat gewesen, ich, in aller Bescheidenheit, bloss der Dritte Veuve Cliquot-Ariadne, darf ich Ihnen schon nicht das Spiel verderben: vielmehr verurtheile ich Sie zum „Löwen von Venedig“ — der mag Sie fressen…

Dionysos

1245. An Jacob Burckhardt in Basel

<Turin, 4. Januar 1889>

Meinem verehrungswürdigen Jakob Burckhardt.

Das war der kleine Scherz, dessentwegen ich mir die Langeweile, eine Welt geschaffen zu haben, nachsehe. Nun sind Sie — bist du — unser grosser grösster Lehrer: denn ich, zusammen mit Ariadne, habe nur das goldne Gleichgewicht aller Dinge zu sein, wir haben in jedem Stücke Solche, die über uns sind…

Dionysos.

1246. An Paul Deussen in Berlin

<Turin, 4. Januar 1889>

Nachdem sich unwiederruflich herausgestellt hat, daß ich eigentlich die Welt geschaffen habe, erscheint auch Freund Paul im Weltenplan vorgesehen: er soll, zusammen mit Monsieur Catulle Mendès, einer meiner großen Satyrn und Festthiere sein.

Dionysos.

1247. An Heinrich Köselitz in Annaberg

<Turin, 4. Januar 1889>

Meinem maëstro Pietro

Singe mir ein neues Lied: die Welt ist verklärt und alle Himmel freuen sich.

Der Gekreuzigte.

1248. An Malwida von Meysenbug in Rom

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Nachtrag zu den „Memoiren einer Idealistin“

Obwohl Malvida bekanntlich Kundry ist, welche gelacht hat in einem Augenblick, wo die Welt wackelte, so ist ihr doch Viel verziehn, weil sie mich viel geliebt hat: siehe ersten Band der „Memoiren“ … Ich verehre alle diesen ausgesuchten Seelen um Malvida in Natalie lebt ihr Vater und der war ich auch.

Der Gekreuzigte

1249. An Franz Overbeck in Basel

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Dem Freunde Overbeck und Frau

Obwohl ihr bisher einen geringen Glauben an meine Zahlungsfähigkeit bewiesen habt, hoffe ich doch noch zu beweisen, dass ich Jemand bin, der seine Schulden bezahlt — zum Beispiel gegen euch… Ich lasse eben alle Antisemiten erschiessen…

Dionysos.

1250. An Erwin Rohde in Heidelberg

<Turin, 4. Januar 1889>

Meinem Brummbär Erwin

Auf die Gefahr hin, dich nochmals durch meine Blindheit gegen Monsieur Taine, der ehemals den Veda gedichtet hat zu entrüsten, wage ich es, dich unter die Götter zu versetzen und die allerliebste Göttin neben dich…

Dionysos.

1251. An Carl Spitteler in Basel (Fragment)

<Turin, 4. Januar 1889>

[+ + +] meiner Göttlichkeit gehört: ich werde die Ehre haben, dafür an mir Rache zu nehmen..

Dionysos

1252. An Heinrich Wiener in Leipzig

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Herrn Reichsgerichtsrath Dr. Wiener

Obwohl Sie mir die Ehre erwiesen haben, den „Fall Wagner“ für Wagner vernichtend zu finden, wagt es besagter Wagner dennoch, seine décadence durch eine welthistorische Unzurechnungsfähigkeit ans Licht zu stellen — in lucem aeternam…

Dionysos.

1253. „Den erlauchten Polen“

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Den erlauchten Polen

Ich gehöre zu euch, ich bin mehr noch Pole als ich Gott bin, ich will euch Ehren geben, wie ich Ehren zu geben vermag… Ich lebe unter euch als Matejo…

Der Gekreuzigte

1254. An Kardinal Mariani in Rom

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Meinem geliebten Sohn Mariani..

Mein Friede sei mit dir! Ich komme Dienstag nach Rom, um seiner Heiligkeit meine Ehrfurcht zu erweisen…

Der Gekreuzigte.

1255. An Umberto I König von Italien

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Meinem geliebten Sohn Umberto

Mein Friede sei mit dir! Ich komme Dienstag nach Rom und will dich neben seiner Heiligkeit dem Papst sehn.

Der Gekreuzigte

1255a. An das Haus Baden

Turin, Anfang Januar 1889

Dem Hause Baden

Kinder, das thut nicht gut, wenn man sich mit den verrückten Hohenzollern einlässt, obwohl man, durch Stéphanie, von meiner Rasse ist… Zieht euch bescheiden ins Privatleben zurück, denselben Rath gebe ich Baiern…

Der Gekreuzigte

1256. An Jacob Burckhardt in Basel

<Turin,> Am 6 Januar 1889.

Lieber Herr Professor,

zuletzt wäre ich sehr viel lieber Basler Professor als Gott; aber ich habe es nicht gewagt, meinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen. Sie sehen, man muß Opfer bringen, wie und wo man lebt. — Doch habe ich mir ein kleines Studenten-Zimmer reservirt, das dem Palazzo Carignano (— in dem ich als Vittorio Emanuele geboren bin) gegenüber liegt und außerdem erlaubt, die prachtvolle Musik unter mir, in der Galleria Subalpina, von seinem Arbeitstisch aus zu hören. Ich zahle 25 fr. mit Bedienung, besorge mir meinen Thee und alle Einkäufe selbst, leide an zerrissenen Stiefeln und danke dem Himmel jeden Augenblick für die alte Welt, für die die Menschen nicht einfach und still genug gewesen sind. — Da ich verurtheilt bin, die nächste Ewigkeit durch schlechte Witze zu unterhalten, so habe ich hier eine Schreiberei, die eigentlich, nichts zu wünschen übrig läßt, sehr hübsch und ganz und gar nicht anstrengend. Die Post ist 5 Schritt weit, da stecke ich selber die Briefe hinein, um den großen Feuilletonisten der grande monde abzugeben. Ich stehe natürlich mit dem Figaro in näheren Beziehungen, und damit Sie einen Begriff bekommen, wie harmlos ich sein kann, so hören Sie meine ersten zwei schlechten Witze:

Nehmen Sie den Fall Prado nicht zu schwer. Ich bin Prado, ich bin auch der Vater Prado, ich wage zu sagen, daß ich auch Lesseps bin… Ich wollte meinen Parisern, die ich liebe, einen neuen Begriff geben — den eines anständigen Verbrechers. Ich bin auch Chambige — auch ein anständiger Verbrecher.

Zweiter Witz. Ich grüße die Unsterblichen Monsieur Daudet gehört zu den quarante

Astu.

Was unangenehm ist und meiner Bescheidenheit zusetzt, ist, daß im Grunde jeder Name in der Geschichte ich bin; auch mit den Kindern, die ich in die Welt gesetzt habe, steht es so, daß ich mit einigem Mißtrauen erwäge, ob nicht Alle, die in das „Reich Gottes“ kommen, auch aus Gott kommen. In diesem Herbst war ich, so gering gekleidet als möglich, zwei Mal bei meinem Begräbnisse zugegen, zuerst als conte Robilant nein, das ist mein Sohn, insofern ich Carlo Alberto bin, meine Natur unten) aber Antonelli war ich selbst. Lieber Herr Professor, dieses Bauwerk sollten Sie sehn; da ich gänzlich unerfahren in den Dingen bin, welche ich schaffe, so steht Ihnen jede Kritik zu, ich bin dankbar, ohne versprechen zu können, Nutzen zu ziehn. Wir Artisten sind unbelehrbar. — Heute habe ich mir meine Operette — genial-maurisch — angesehn, bei dieser Gelegenheit auch mit Vergnügen constatirt, daß jetzt Moskau sowohl wie Rom grandiose Sachen sind. Sehen Sie, auch für die Landschaft spricht man mir das Talent nicht ab. — Erwägen Sie, wir machen eine schöne schöne Plauderei, Turin ist nicht weit, sehr ernste Berufspflichten fehlen vor der Hand, ein Glas Veltliner würde zu beschaffen sein. Neglige des Anzugs Anstandsbedingung.

In herzlicher Liebe Ihr
Nietzsche

Morgen kommt mein Sohn Umberto mit der lieblichen Margherita, die ich aber auch nur hier in Hemdsärmeln empfange. Der Rest für Frau Cosima… Ariadne… Von Zeit zu Zeit wird gezaubert…

Ich gehe überall hin in meinem Studentenrock, schlage hier und da Jemandem auf die Schulter und sage: siamo contenti? son dio, ho fatto questa caricatura…

Ich habe Kaiphas in Ketten legen lassen; auch bin ich voriges Jahr von den deutschen Ärzten auf eine sehr langwierige Weise gekreuzigt worden. Wilhelm Bismarck und alle Antisemiten abgeschafft.

Sie können von diesen Brief jeden Gebrauch machen, der mich in der Achtung der Basler nicht heruntersetzt. —

1889 (27 Briefe)

1232. An Jean Bourdeau in Paris

<Turin, verm. 1. Januar 1889>

Милостивый государь,

настоящим посылаю Вам окончание моей прокламации: мы хотим в последнем предложении первой части избежать слова «экзекутировать» и вместо него сказать, например: пригвоздить к месту. —

Я искренне считаю возможным привести в порядок всё абсурдное положение Европы посредством своего рода всемирно-исторического смеха, без того, чтобы пролилась хоть капля крови. Иначе говоря: Journal des Débats достаточно..

Н.

Примите мои нижайшие поздравления с сегодняшним днем!

1233. An Constantin Georg Naumann in Leipzig (Postkarte)

<Turin, 1. Januar 1889>

Уважаемый господин,

я должен еще раз попросить Вас прислать мне стихотворение, которое завершает Ecce homo: оно называется Слава и Вечность, — я отправил его в самую последнюю очередь.

Н.

От идеи публикации Фукса—Кёзелица решено отказаться.

1234. An Catulle Mendès in Paris (Entwurf)

<Turin, am 1. Januar 1889.>

Восемь Inedita und inaudita, врученные поэту Изолины, моему другу и сатиру, с высокой наградой: пусть он вручит мой дар человечеству

Ницше Дионис

1235. An Catulle Mendès in Paris (Widmung)

<Turin, 1. Januar 1889>

Желая оказать человечеству безграничное благодеяние, я дарю ему свои дифирамбы.

Я вкладываю их в руки поэта Изолины, величайшего и первого сатира, который живет сегодня — и не только сегодня…

Дионис

1236. An Constantin Georg Naumann in Leipzig (Telegramm)

<Turin, 2. Januar 1889>

C. G. Naumann Leipzig

Рукопись двух заключительных стихотворений

1237. An Constantin Georg Naumann in Leipzig

<Turin, 2. Januar 1889>

События полностью затмили небольшую брошюру «Ницше против Вагнера»: пришлите мне немедленно стихотворение, которое составляет финал, а также последнее присланное стихотворение «Слава и вечность». Вперед с Ecce!

Дайте телеграмму господину Гасту!

Адрес по-прежнему

Турин

1238. An August Strindberg in Holte

<Turin, Anfang Januar 1889>

Г-ну Стриндбергу

Eheu?… Больше не «Разведемся»?…

Распятый

1239. An Meta von Salis in Marschlins

<Turin, 3. Januar 1889>

Фрейлейн фон Салис.

Мир преобразился, ибо Бог на земле. Разве вы не видите, как радуются все небеса? Я только что вступил во владение своим царством, бросаю Папу в тюрьму и приказываю расстрелять Вильгельма, Бисмарка и Штёкера.

Распятый.

1240. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

Мне рассказывают, что некий божественный паяц на днях закончил «Дионисовы дифирамбы»…

1241. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

Принцессе Ариадне, возлюбленной моей.

Это предрассудок, что я человек. Но я уже часто жил среди людей и знаю всё, что люди могут испытать, от самого низменного до самого высокого. Я был Буддой среди индусов, Дионисом в Греции, — Александр и Цезарь — мои воплощения, равно как и поэт Шекспира, лорд Бэкон. В последнее время я был ещё Вольтером и Наполеоном, возможно, также Рихардом Вагнером… Но в этот раз я прихожу как победоносный Дионис, который превратит землю в праздник… Не то чтобы у меня было много времени… Небеса радуются, что я здесь… Я также висел на кресте…

1242. An Cosima Wagner in Bayreuth

<Turin, 3. Januar 1889>

Это краткое послание человечеству ты должен издать из Байройта с надписью:

Радостная весть.

1242a. An Cosima Wagner in Bayreuth

Turin, vermutlich 3. Januar 1889

Ариадна, я люблю тебя! Дионис

1243. An Georg Brandes in Kopenhagen

<Turin, 4. Januar 1889>

Моему другу Георгу.

После того как ты меня обнаружил, не составило труда меня найти: теперь трудность в том, чтобы меня потерять…

Распятый.

1244. An Hans von Bülow in Hamburg

<Turin, 4. Januar 1889>

Г-ну Гансу фон Бюлову..

Принимая во внимание, что Вы начали и были первым ганзейцем, а я, со всей скромностью, лишь третьим «Вдова Клико — Ариадна», я уже не смею портить Вам игру: напротив, я присуждаю Вам «Венецианского льва» — пусть он Вас съест…

Дионис

1245. An Jacob Burckhardt in Basel

<Turin, 4. Januar 1889>

Моему досточтимому Якобу Буркхардту.

Это была маленькая шутка, ради которой я прощаю себе скуку сотворения мира. Теперь Вы — ты — наш великий, величайший учитель: ибо я, вместе с Ариадной, должен быть лишь золотым равновесием всех вещей, у нас в каждом куске есть те, кто выше нас…

Дионис.

1246. An Paul Deussen in Berlin

<Turin, 4. Januar 1889>

После того как бесповоротно выяснилось, что на самом деле мир создал я, друг Поль также предстает предусмотренным в мировом плане: он должен, вместе с мсье Катюллем Мендесом, быть одним из моих великих сатиров и праздничных зверей.

Дионис.

1247. An Heinrich Köselitz in Annaberg

<Turin, 4. Januar 1889>

Моему маэстро Пьетро

Спой мне новую песню: мир преображен, и все небеса радуются.

Распятый.

1248. An Malwida von Meysenbug in Rom

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Дополнение к «Мемуарам идеалистки»

Хотя Мальвида, как известно, — Кундри, которая рассмеялась в тот миг, когда мир содрогнулся, всё же ей многое прощается, ибо она много любила меня: см. первый том «Мемуаров»… Я почитаю всех этих избранных душ вокруг Мальвиды; в Натали живёт её отец, и им был я.

Распятый

1249. An Franz Overbeck in Basel

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Другу Овербеку и его жене

Хотя до сих пор вы проявляли мало веры в мою платежеспособность, я все же надеюсь доказать, что я человек, который платит свои долги — например, вам… Я как раз велю расстрелять всех антисемитов…

Дионис.

1250. An Erwin Rohde in Heidelberg

<Turin, 4. Januar 1889>

Моему ворчуну Эрвину

Рискуя вновь вызвать твое негодование из-за моей слепоты по отношению к месье Тэну, который некогда воспел Веды, я осмеливаюсь вознести тебя в сонм богов, а рядом с тобой — прелестнейшую богиню…

Дионис.

1251. An Carl Spitteler in Basel (Fragment)

<Turin, 4. Januar 1889>

[+ + +] принадлежит моей божественности: я буду иметь честь отомстить за это самому себе..

Дионис

1252. An Heinrich Wiener in Leipzig

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Господину имперскому советнику доктору Винеру

Хотя Вы оказали мне честь, сочтя «дело Вагнера» губительным для Вагнера, упомянутый Вагнер все же осмеливается выставить напоказ свою décadence посредством всемирно-исторической невменяемости — in lucem aeternam…

Дионис.

1253. „Den erlauchten Polen“

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Сиятельным полякам

Я принадлежу вам, я даже больше поляк, чем Бог, я хочу воздать вам почести, как только могу воздавать почести… Я живу среди вас как Матейко…

Распятый

1254. An Kardinal Mariani in Rom

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Моему любимому сыну Мариани..

Мир мой да пребудет с тобой! Я прибуду во вторник в Рим, чтобы засвидетельствовать свое почтение Его Святейшеству…

Распятый.

1255. An Umberto I König von Italien

<Turin, um den 4. Januar 1889>

Моему любимому сыну Умберто

Мир мой да пребудет с тобой! Я приеду во вторник в Рим и хочу видеть тебя рядом с Его Святейшеством Папой.

Распятый

1255a. An das Haus Baden

Turin, Anfang Januar 1889

Дому Баденов

Дети, не к добру это, если связываться с сумасшедшими Гогенцоллернами, хотя вы, через Стефанию, моей крови… Скромно удалитесь в частную жизнь, тот же совет я даю Баварии…

Распятый

1256. An Jacob Burckhardt in Basel

<Turin,> Am 6 Januar 1889.

Дорогой господин профессор,

в конечном счете я предпочел бы быть базельским профессором, нежели Богом; но я не осмелился довести свой частный эгоизм до того, чтобы ради него отказаться от сотворения мира. Видите, приходится идти на жертвы, как и где живешь. — Однако я зарезервировал себе маленькую студенческую комнату, которая находится напротив Палаццо Кариньяно (— в котором я был рожден как Витторио Эмануэле) и, кроме того, позволяет слушать великолепную музыку, доносящуюся снизу, из Галереи Субальпина, прямо со своего рабочего стола. Я плачу 25 франков с обслуживанием, сам забочусь о своем чае и всех покупках, страдаю от рваных ботинок и каждую минуту благодарю небо за старый мир, для которого люди оказались недостаточно просты и тихи. — Поскольку я осужден развлекать следующую вечность плохими шутками, у меня здесь писанина, которая, собственно, не оставляет желать лучшего, очень милая и совсем не утомительная. Почта в 5 шагах, я сам опускаю туда письма, чтобы сдать их великому фельетонисту grande monde. Я, конечно, поддерживаю более тесные отношения с «Фигаро», и чтобы вы получили представление о том, насколько безобидным я могу быть, послушайте мои первые две плохие шутки:

Не принимайте дело Прадо слишком близко к сердцу. Я — Прадо, я также отец Прадо, я осмелюсь сказать, что я также Лессепс… Я хотел дать своим парижанам, которых я люблю, новое понятие — понятие порядочного преступника. Я также Шамбиж — тоже порядочный преступник.

Вторая шутка. Я приветствую бессмертных, господин Доде принадлежит к сорока.

Асту.

Что неприятно и удручает мою скромность, так это то, что в сущности каждое имя в истории — это я; даже с детьми, которых я произвел на свет, дело обстоит так, что я с некоторым недоверием размышляю, не все ли те, кто попадает в «Царствие Божие», происходят также из Бога. Этой осенью я, одетый как можно проще, дважды присутствовал на своих похоронах, сначала как граф Робилант (нет, это мой сын, поскольку я Карло Альберто, моя натура внизу), но Антонелли был я сам. Дорогой господин профессор, вам следовало бы увидеть это сооружение; поскольку я совершенно неопытен в вещах, которые создаю, вам позволена любая критика, я буду благодарен, не имея возможности обещать извлечь из нее пользу. Мы, артисты, неисправимы. — Сегодня я посмотрел свою оперетту — гениально-мавританскую — и по этому случаю с удовольствием констатировал, что теперь и Москва, и Рим — грандиозные вещи. Видите, даже в отношении пейзажа мне не отказывают в таланте. — Подумайте, мы устроим прекрасную, прекрасную беседу, Турин недалеко, очень серьезные служебные обязанности пока отсутствуют, стакан вельтлинера можно было бы достать. Небрежность в одежде — условие приличия.

С сердечной любовью, Ваш
Ницше

Завтра приедет мой сын Умберто с прелестной Маргаритой, которую я, впрочем, и здесь принимаю в одних рубашечных рукавах. Остальное для фрау Козимы… Ариадна… Время от времени совершается волшебство…

Я хожу повсюду в своем студенческом сюртуке, хлопаю кое-кого по плечу и говорю: siamo contenti? son dio, ho fatto questa caricatura…

Я велел заковать Каиафу в цепи; также в прошлом году я был очень мучительным образом распят немецкими врачами. Вильгельм, Бисмарк и все антисемиты упразднены.

Вы можете использовать это письмо как угодно, если это не умаляет моего авторитета в глазах базельцев. —

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